SOCOM
Fireteam Bravo 3
Fireteam Bravo 3
Review
Von sickboy am 10.03.2010 - 01:51:22 Uhr für psinsider.de
Es ist stockdunkel und regnet in Strömen. Ich befehle meinen Jungs vom Fireteam Bravo, die Nachtsichtgeräte anzulegen. Sofort schlägt Sandman Alarm. Feind in Sicht. Um die Mission nicht zu gefährden, weise ich an, lautlos vorzugehen. Mit meinem Thermozielfernrohr sondiere ich die Lage und zähle drei Wachen. Toro, Sandman und ich nehmen jeweils einen Feind aufs Korn. Auf meinen Befehl drücken wir nahezu gleichzeitig ab. Die drei Wachen gehen lautlos zu Boden, während Raven bereits die Tür zur Kommandozentrale öffnet und den Raum sichert.
Zum mittlerweile dritten Mal kämpft das US Navy Seals Fireteam Bravo gegen den Terror auf der Welt. Diesmal verschlägt es die Spezialeinheit ins fiktive Koratvien, wo ein Ex-KGB Agent im Begriff ist, Massenvernichtungswaffen herzustellen und damit die „freie Welt“ in Gefahr bringt. Mit der Story hat Slant Six Games das Rad also nicht neu erfunden, doch gibt es genügend andere Gründe, die den Taktikshooter interessant machen. Im neuesten SOCOM-Teil schlüpft der Spieler in die Rolle von Calvin „Wraith“ Hopper, den Leiter einer Seals-Spezialeinheit, die den Befehl hat, Ex-KGB Mann Vasili Gozorov zur Strecke zu bringen, bevor er seine todbringenden Waffen einsetzen kann. Die Kampagne gliedert sich in Teilmissionen, bei denen es gilt, diverse Rebellennester auszuheben, Waffenlieferungen abzufangen oder Kommunikationsanlagen zu zerstören. Jede dabei erfüllte Aufgabe bringt Punkte, die man wiederum gegen Ausrüstungsgegenstände eintauschen kann. Dabei zeigen sich die Entwickler nicht knausrig, es gibt 60 verschiedene Waffen, die sich mit diversen AddOns wie Schalldämpfer, diverse Zielfernrohre oder Granatwerfer verbessern lassen. Die Aufgaben gliedern sich dabei in Hauptaufgaben, die essentiell für den Fortgang der Story sind und Bonusziele, wie zum Beispiel das Sammeln von geheimen Informationen oder das Sprengen von Fahrzeugen. Auch für die Bonusziele bekommt man Punkte, die man in seine Ausrüstung investieren kann. Leider befindet sich in diesem Teil des Spieles auch das größte Problem. Die Missionen sind in Verbindung mit der nahezu übermächtigen Ausrüstung, die man schon relativ früh im Spiel beisammen hat, auch im höchsten Schwierigkeitsgrad nicht wirklich fordernd. Geht man am Anfang des Spieles noch eher taktisch vor und freut sich diebisch über jeden funktionierenden Plan, wird man im Laufe der Kampagne immer öfter dazu verleitet, in Rambo-Manier auf die Feinde zuzulaufen und alle über den Haufen zu schießen. Hat man eine Mission jedoch durchgespielt, kann man diese im Missionseditor verändern und eigene Benutzermissionen erstellen, was den Wiederspielwert des Singleplayer-Modus erheblich erhöht.
Die Steuerung geht, nachdem man sich mit dem Fehlen des 2. Sticks abgefunden hat, einfach von der Hand. Um das zu gewährleisten, haben sich die Entwickler für ein automatisches Zielsystem entschieden, was nicht unwesentlich zum zu leicht geratenen Schwierigkeitsgrad beiträgt. Den Hauptcharakter Wraith steuert man aus der Ego-Perspektive. Mit der rechten Schultertaste visiert man den Gegner an, mit X wird abgedrückt. Die Kreistaste betrifft das Team. Drückt man diese kurz, schickt man das komplette Team zum anvisierten Punkt. Hält man die Taste gedrückt, öffnet sich ein Befehlsmenü. Über dieses Menü kann man dem kompletten Trupp oder einzelnen Mitgliedern Befehle erteilen, wie etwa lautlos vorgehen oder frei schießen. Die Dreieckstaste lässt die gesamte Einheit entweder stehen, knien oder liegen. Mit Rechteck lädt man seine Waffe nach. Das Steuerkreuz ist für die Schnellwahl der Ausrüstung reserviert.
Die Grafik und Soundkulisse wissen zu überzeugen. Selten hat man auf der PSP so scharfe Texturen gesehen und auch die Framerate bricht zu keiner Zeit im Spiel ein. Die orchestralische Musikuntermalung hält sich dezent im Hintergrund und bringt damit die realistischen Schuss- und Explosionsgeräusche perfekt zur Geltung. Auch der gemeine Tinituston überlagert die Geräuschkulisse, wenn eine Granate in näherer Umgebung hochgeht. Technisch geben sich die Entwickler keine Blöße.
Neben der Kampagne bietet SOCOM Fireteam Bravo 3 natürlich auch einen Multiplayer-Modus. Eines vorweg, der MP-Modus ist umfangreich und macht den Kern des Spieles aus. Trotzdem gibt es hier einen großen Kritikpunkt. Um online spielen zu können, muss man einen einmalig vergebenen Freischaltcode eintippen, der dem Spiel beiliegt. So weit, so gut. Doch will man das Spiel irgendwann verkaufen, kann man für 20 $ einen neuen Code anfordern. Wer kauft ein gebrauchtes Game, wenn er dann für den vollen Funktionsumfang noch mal was berappen muss?
Aber abgesehen von dieser Einschränkung bietet der Multiplayer 7 verschiedene Spielmodi für 16 Spieler, darunter einen Leader-Modus, bei dem man ähnlich der Singleplayerkampagne Teammitglieder befehligen kann und dafür Punkte kassiert. Es gibt 8 verschiedene, sehr ansprechend gestaltete Maps. Auch im Multiplayer-Modus kann man seine verdienten Punkte in diverse Waffenverbesserungen und Sprengstoffe investieren. Die Spiele lassen sich bis ins kleinste Detail konfigurieren, Friendly Fire und Waffenbeschränkungen stellen kein Problem dar. Auch Clans und Freundeslisten finden hier Verwendung. Sowohl die Singleplayer-Kampagne als auch die Benutzermissionen kann man mit drei Freunden sowohl Adhoc als auch Online im Koop-Modus spielen. Auch hier gilt, gleich den höchsten Schwierigkeitsgrad einstellen, sonst ist alles sehr schnell vorbei. Sehr gut ist auch die Unterstützung eines Voice-Chats.
Zum mittlerweile dritten Mal kämpft das US Navy Seals Fireteam Bravo gegen den Terror auf der Welt. Diesmal verschlägt es die Spezialeinheit ins fiktive Koratvien, wo ein Ex-KGB Agent im Begriff ist, Massenvernichtungswaffen herzustellen und damit die „freie Welt“ in Gefahr bringt. Mit der Story hat Slant Six Games das Rad also nicht neu erfunden, doch gibt es genügend andere Gründe, die den Taktikshooter interessant machen. Im neuesten SOCOM-Teil schlüpft der Spieler in die Rolle von Calvin „Wraith“ Hopper, den Leiter einer Seals-Spezialeinheit, die den Befehl hat, Ex-KGB Mann Vasili Gozorov zur Strecke zu bringen, bevor er seine todbringenden Waffen einsetzen kann. Die Kampagne gliedert sich in Teilmissionen, bei denen es gilt, diverse Rebellennester auszuheben, Waffenlieferungen abzufangen oder Kommunikationsanlagen zu zerstören. Jede dabei erfüllte Aufgabe bringt Punkte, die man wiederum gegen Ausrüstungsgegenstände eintauschen kann. Dabei zeigen sich die Entwickler nicht knausrig, es gibt 60 verschiedene Waffen, die sich mit diversen AddOns wie Schalldämpfer, diverse Zielfernrohre oder Granatwerfer verbessern lassen. Die Aufgaben gliedern sich dabei in Hauptaufgaben, die essentiell für den Fortgang der Story sind und Bonusziele, wie zum Beispiel das Sammeln von geheimen Informationen oder das Sprengen von Fahrzeugen. Auch für die Bonusziele bekommt man Punkte, die man in seine Ausrüstung investieren kann. Leider befindet sich in diesem Teil des Spieles auch das größte Problem. Die Missionen sind in Verbindung mit der nahezu übermächtigen Ausrüstung, die man schon relativ früh im Spiel beisammen hat, auch im höchsten Schwierigkeitsgrad nicht wirklich fordernd. Geht man am Anfang des Spieles noch eher taktisch vor und freut sich diebisch über jeden funktionierenden Plan, wird man im Laufe der Kampagne immer öfter dazu verleitet, in Rambo-Manier auf die Feinde zuzulaufen und alle über den Haufen zu schießen. Hat man eine Mission jedoch durchgespielt, kann man diese im Missionseditor verändern und eigene Benutzermissionen erstellen, was den Wiederspielwert des Singleplayer-Modus erheblich erhöht.
Die Steuerung geht, nachdem man sich mit dem Fehlen des 2. Sticks abgefunden hat, einfach von der Hand. Um das zu gewährleisten, haben sich die Entwickler für ein automatisches Zielsystem entschieden, was nicht unwesentlich zum zu leicht geratenen Schwierigkeitsgrad beiträgt. Den Hauptcharakter Wraith steuert man aus der Ego-Perspektive. Mit der rechten Schultertaste visiert man den Gegner an, mit X wird abgedrückt. Die Kreistaste betrifft das Team. Drückt man diese kurz, schickt man das komplette Team zum anvisierten Punkt. Hält man die Taste gedrückt, öffnet sich ein Befehlsmenü. Über dieses Menü kann man dem kompletten Trupp oder einzelnen Mitgliedern Befehle erteilen, wie etwa lautlos vorgehen oder frei schießen. Die Dreieckstaste lässt die gesamte Einheit entweder stehen, knien oder liegen. Mit Rechteck lädt man seine Waffe nach. Das Steuerkreuz ist für die Schnellwahl der Ausrüstung reserviert.
Die Grafik und Soundkulisse wissen zu überzeugen. Selten hat man auf der PSP so scharfe Texturen gesehen und auch die Framerate bricht zu keiner Zeit im Spiel ein. Die orchestralische Musikuntermalung hält sich dezent im Hintergrund und bringt damit die realistischen Schuss- und Explosionsgeräusche perfekt zur Geltung. Auch der gemeine Tinituston überlagert die Geräuschkulisse, wenn eine Granate in näherer Umgebung hochgeht. Technisch geben sich die Entwickler keine Blöße.
Neben der Kampagne bietet SOCOM Fireteam Bravo 3 natürlich auch einen Multiplayer-Modus. Eines vorweg, der MP-Modus ist umfangreich und macht den Kern des Spieles aus. Trotzdem gibt es hier einen großen Kritikpunkt. Um online spielen zu können, muss man einen einmalig vergebenen Freischaltcode eintippen, der dem Spiel beiliegt. So weit, so gut. Doch will man das Spiel irgendwann verkaufen, kann man für 20 $ einen neuen Code anfordern. Wer kauft ein gebrauchtes Game, wenn er dann für den vollen Funktionsumfang noch mal was berappen muss?
Aber abgesehen von dieser Einschränkung bietet der Multiplayer 7 verschiedene Spielmodi für 16 Spieler, darunter einen Leader-Modus, bei dem man ähnlich der Singleplayerkampagne Teammitglieder befehligen kann und dafür Punkte kassiert. Es gibt 8 verschiedene, sehr ansprechend gestaltete Maps. Auch im Multiplayer-Modus kann man seine verdienten Punkte in diverse Waffenverbesserungen und Sprengstoffe investieren. Die Spiele lassen sich bis ins kleinste Detail konfigurieren, Friendly Fire und Waffenbeschränkungen stellen kein Problem dar. Auch Clans und Freundeslisten finden hier Verwendung. Sowohl die Singleplayer-Kampagne als auch die Benutzermissionen kann man mit drei Freunden sowohl Adhoc als auch Online im Koop-Modus spielen. Auch hier gilt, gleich den höchsten Schwierigkeitsgrad einstellen, sonst ist alles sehr schnell vorbei. Sehr gut ist auch die Unterstützung eines Voice-Chats.
Fazit
Alles in allem präsentiert sich SOCOM Fireteam Bravo 3 als schöner Action Shooter, der leider das erhoffte Maß an taktischen Finessen nicht erreicht. Gerade das Planen der Einsätze machte die Vorgänger so interessant. Auch der leichte Schwierigkeitsgrad und die automatische Zielfunktion unterstützen diesen Eindruck, spannende Gefechte sind leider eine Seltenheit. Doch der starke Multiplayer Modus entschädigt hier ein wenig. Auf der technischen Seite punktet Slant Six Games voll, die Atmosphäre kommt Dank der großartigen Soundkulisse und der flüssigen Grafik mit scharfen Details und einer satten Farbgebung sehr gut rüber.
Pro
Contra
+ sehr viele Waffen
+ umfangreicher MP-Modus
+ gute Soundkulisse
+ einfache Steuerung
+ sehr schöne Grafik
+ Waffenupgrades
+ Voicechat
+ umfangreicher MP-Modus
+ gute Soundkulisse
+ einfache Steuerung
+ sehr schöne Grafik
+ Waffenupgrades
+ Voicechat
- MP-Modus nur per Code freischaltbar
- taktischer Anspruch geht verloren
- zu einfach
- taktischer Anspruch geht verloren
- zu einfach
Wertung:
7.2
"Wer auf Action steht und ein gutes Multiplayer-Spiel möchte, kann zugreifen, für Taktik-Fans gilt: Finger weg!"
Vielen Dank an SCED für die Bereitstellung des Testmusters.
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Details zum Spiel
Publisher:
SCEE
Entwickler:
Slant Six Games
USK ?
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