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Command & Conquer
Commander’s Challenge
Review
Von Merilya am 11.10.2009 - 00:00:00 Uhr für psinsider.de
Half the Expansion, Half the Price. Ungefähr so könnte man Command and Conquer : Alarmstufe Rot 3 – Commanders Challenge beschreiben. Dies ist allerdings nicht unbedingt negativ gemeint, denn für ca. 10€ erhaltet ihr einiges an Inhalt. Ob Commanders Challenge aber mit anderen Titeln des Strategie Genres mithalten kann, oder ob man doch lieber einen Bogen um den Titel machen sollte, erfahrt ihr in folgendem Review.

Zeitlich spielt Commanders Challenge nach Alarmstufe Rot 3, der Krieg ist zu Ende und ihr schlüpft in die Rolle eines Commanders der sogenannten Future Tech Gruppe.
Future Tech arbeitet wie der Name schon vermuten lässt an fortschrittlichen Technologien für den Kampf Einsatz,aber nicht nur das:
Glücklicherweise hat die Firma vor kurzem sämtliche Baupläne für die Standard Einheiten der aus Alarmstufe Rot 3 bekannten Fraktionen (Alliierte, Sowjets und das Reich der aufgehenden Sonne) in die Hände bekommen, und so ist es euer Auftrag mit gerade diesen Technologien Zugang zu noch mehr Einheiten zu erhalten. Jede der 3 Parteien greift hierbei auf eine eigene Art von Bausystem zurück, spielt ihr mit den Allierten werden alle Gebäude im Ringmenü gebaut und erst wenn sie fertig gestellt sind auf der Karte platziert. Bei den Sowjets hingegen platziert ihr eure Gebäude direkt auf der Karte wo sie dann gebaut werden. Und das Reich hat wiederumn komplett anderes Bausystem, hier produziert ihr sogenannte Nano Cores, die ihr dann auf der Map entfalten könnt um sie in das gewünschte Gebäude zu transformieren. Natürlich könnt ihr eure Feinde um ihre Technologie nicht einfach freundlich bitten ihr müsst sie also kurzerhand in Grund und Boden stampfen. Dies wird euch, wie in Command and Conquer üblich in einem Video durch eure Vorgesetzte erklärt. Sicherlich ist dies verglichen mit dem Hauptprodukt „Alarmstufe Rot 3“ eine relativ dünne Story, man merkt einfach das der Fokus in Commanders Challenge auf die Herausforderungen selbst gelegt wird und von diesem gibt es einige. Ganze 50 Missionen gibt es zu bewältigen, alle mit ihren eigenen kleinen Besonderheiten. Dazu aber gleich mehr. Nach jeder abgeschlossenen Mission erhaltet ihr die aktuelle Lieblingseinheit eures Gegners, so werdet ihr nach der S.H.R.I.N.K. Mission zum Beispiel den Gyrocopter in eurem Arsenal willkommen heißen können.
Einheitentechnisch hat sich gegenüber des „Hauptspiels“ allerdings einiges getan, so wartet Commanders Challenge mit einigen neuen Einheiten auf. Natürlich sind diese, wie im Alarmstufe Rot Universum üblich, total überdreht und sehen auch dementsprechend aus. Es wird also auch für Besitzer von Alarmstufe Rot 3 einige Überraschungen geben.

Commanders Challenge spielt sich im Prinzip genauso wie Alarmstufe Rot 3. Mit dem Unterschied, dass ihr vor jeder Mission wählen könnt, mit welcher Fraktion ihr diese spielen wollt. Habt ihr eine Mission gestartet, ist das erste was ihr tun werdet – während sich euer Gegner kurz in Videoform zu Wort meldet - erstmal die Errichtung einer Basis. Hierzu greift EA wieder auf das Command Stick System zurück. Mittels R2 ruft ihr ein Ringmenü auf indem ihr dann mittels rechten Stick auswählen könnt ob ihr ein Gebäude errichten , oder Infantrie / Panzer oder Flugzeuge produzieren wollt. Auch Gruppen können mittels dieses Ringmenüs gebildet und Abgerufen werden. Im Ringmenü findet ihr ausserdem auch die verschiedenen Geheimprotokolle, welche direkt aus Alarmstufe Rot 3 übernommen wurden.
Eine weitere Funktion die über das Ringmenü abgerufen werden kann ist "Alarmstufe Rot" dieses Button ist allerdings erst nach einiger Zeit verfügbar ."Alarmstufe Rot" ermöglicht euch bis zu 50.000 Credits auf euer Konto zu übertragen, zusätzlich hierzu werden alle eure Einheiten auf dem Schlachtfeld in den Rang eines Helden erhoben , dadurch teilen sie nicht nur weitaus mehr schaden aus, sondern können sich auch selber heilen. Die Credits bekommt ihr allerdings nicht geschenkt, sondern ihr erhaltet sie aus einem Pool den ihr selber füllen müsst, dies tut ihr indem ihr eine Mission abschließt - eure überschüssigen Credits wandern dann automatisch in den Creditspool.
Steht eure Basis geht es an die Einheiten Produktion, jede Einheit hat hierbei noch einen sekundären Modus, so kann der japanische Mecha Tengu mittels Tastendruck in einen fliegenden Jet Tengu verwandelt werden, diesen Modus aktiviert ihr wenn ihr die R1 Taste haltet und Quadrat drückt. Einheiten markiert ihr mittels der X Taste, haltet ihr X gedrückt könnt ihr mehrere Einheiten auswählen. Eine weitere Hilfe stellt das Steuerkreuz dar, betätigt ihr dieses wird euer Cursor wie mit einem Magneten direkt über die nächste Einheit, sei sie freundlich oder feindlich, gezogen. Nun stellt sich uns natürlich die Frage, ob sich Commanders Challenge genauso gut spielt wie sein PC Equelivalent. Dem ist leider, aber auch logischerweise, nicht so. Die Steuerung mit Hilfe des Controllers ist natürlich bei weitem nicht so angenehm und präzise wie das Spielen mit der Maus. Trotzdem ist Commanders Challenge eines der besseren Strategie Umsetzungen für die Konsolen, das liegt nicht zuletzt an dem hervorragendem 30 minuten langem Tutorial, indem ihr auf mehr oder weniger humorvolle Weise in sämtliche Finessen des Gameplays eingeführt werdet. Traurig ist hingegen, dass EA keinen Maus/Tastatur Support hinzugefügt hat, letztendlich wäre dies ja dank der Playstation 3 Hardware durchaus möglich gewesen.
Aproposssss Playstation 3 Hardware, leider besitzt die Playstation 3 Version von Commanders Challenge, genau wie die XBOX Version ein Einheiten Limit, dies bedeutet das ihr im Gegensatz zur PC Version nur eine bestimmte Einheitenanzahl bauen könnt. Habt ihr das Limit erreicht müsst ihr erstmal eure Einheiten verlieren, um neue produzieren zu können.
Aber zurück zum Gameplay: Euer Ziel ist es wie schon angesprochen euren Gegner dem Erdboden gleich zu machen. Dies wird aber durch verschiedene Besonderheiten in jeder Mission nochmal etwas erschwert. Grundsätzlich solltet ihr vor jeder Mission die Missionsbeschreibungen durchlesen, da dort meistens bereits auf Besonderheiten aufmerksam gemacht wird.
Zum Beispiel habt ihr in der S.H.R.I.N.K Mission damit zu kämpfen, dass alle eure Einheiten geschrumpft sind, dies macht sie zwar bei weitem schneller und verleiht ihnen eine Stimme wie auf Helium, doch verlieren unter anderem Panzer die Fähigkeit, Infanteristen zu überfahren. In anderen Missionen werdet ihr aber auch zum Beispiel gegen mehrere Gegner gleichzeitig antreten. Für Abwechslung in den Missionen ist also wirklich gesorgt. Dies ist auch nötig denn die 50 Missionen bieten euch eine Spielzeit von bis zu 20 Stunden. Danach gibt es aber nicht mehr allzu viel zu tun, außer eventuell die Bestzeiten zu schlagen um im Online Ranking nach vorne zu rücken.Einen Multiplayer oder Coop Modus bietet Commanders Challenge nämlich nicht. Eigentlich schade, denn gerade in Alarmstufe Rot 3 wurde besonders viel Wert auf kooperatives Spielen gelegt.

Trotz Einheitenlimit hinkt Commanders Challenge der PC Version in Sachen Grafik deutlich hinterher. Schlecht aussehen tut es aber dennoch nicht, der etwas buntere Look tut dem Spiel sichtlich gut, und vor allem die Wasser und Explosionseffekte können durchweg überzeugen. Da macht zusehen richtig Spaß. Nicht ganz so gut gelungen sind die Schatten, welche durchweg extrem pixelig wirken, was durchaus das Gesamtbild etwas stört. Auch gelegentliche Slowdowns sind leider an der Tagesordnung wenn etwas mehr auf dem Bildschirm los ist, in der meisten Zeit läuft das Spiel allerdings komplett flüßig.
Die Einheiten sind durchweg super gestaltet und passen wie die Faust aufs Auge ins Alarmstufe Rot Universum. Eine Kleinigkeit stört aber dennoch, wie bei so vielen Spielen ist auch in Commanders Challenge Screen Tearing nicht von der Hand zu weisen. Trotz allem, Commanders Challenge sieht dennoch wirklich gut aus und kann vor allem durch ein Effektgewitter das seines gleichen sucht überzeugen.

Von einem Orchester eingespielter Soundtrack, guter Synchronsprecher, und Explosionen die das ganze Zimmer zum vibrieren bringen. Der Sound von Alarmstufe Rot 3 : Commanders Challenge könnte so gut sein, wenn das Spiel nicht von einem gravierenden Soundfehler geplagt werden würde. Startet ihr in eine der Missionen, kommt es regelmäßig dazu, dass der Sound wie in Zeitlupe und abgehackt abgespielt wird, oder aber komplett ausbleibt. Zwar tritt dieses Problem nur bei HDMI oder Optical Output auf, jedoch muss man einfach sagen, dass sich fast jeder HDTV Nutzer bei einer dieser beiden Ausgabeoptionen bedient.
Ob EA einen Patch veröffentlicht, um dieses Problem zu beheben, ist zum Zeitpunkt des Reviews leider noch unklar. Sollte dies der Fall sein werden wir die Wertung im Sound Bereich auf jedenfall noch um ein deutliches Stück anheben. Im jetzigen Zustand kostet dieser Fehler im Spiel einfach zu viele Nerven um unbeachtet zu bleiben.
Fazit
Commanders Challenge ist genau das was der Name vermuten lässt. In 50 Missionen werden eure strategischen Fähigkeiten auf die Probe gestellt. Für 10€ erhaltet ihr um die 20 Stunden Spielzeit und jede Menge Spielspaß gemixt mit dem bekannten Alarmstufe Rot Humor. Wer die Möglichkeit hat, sollte aber dennoch zur PC Version greifen, allein aus dem Grund, dass sich Command and Conquer trotz EA´s Mühen immernoch am besten mit Maus und Tastatur spielen lässt - diese ist aber im Vergleich zur Playstation 3 Version kein Stand-Alone Produkt und fällt auch preislich etwas teurer ins Gewicht.
Pro
Contra
+ Hübsch anzusehendes Effektgewitter
+ Videos mit echten Schauspielern
+ wuchtiger Sound
+ bewährtes Command and Conquer Gameplay
+ ausführliches Tutorial
+ Preis/Leistung Top
+ 3 völlig unterschiedliche Fraktionen
+ abwechslungsreiche Missionen
+ Stand Alone
- kaum Wiederspielwert
- Kein Coop Modus wie im Hauptprodukt
- Pixelige Schatten
- Sound Fehler
- manche Einheiten imbalanced
Wertung:
6.8
"Für den geringen Preis von 10€ kann man Commanders Challenge eigentlich jedem Strategen ans Herz legen."
Bronze Award
Silber Award
Gold Award
Bludiamond Award
Details zum Spiel
Command & Conquer: Commander’s Challenge
Genre:
Strategie
Release:
17.09.2009
Publisher:
ElectronicArts
Entwickler:
ElectronicArts
USK 16
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